Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ)
Die zusätzliche Eignungsquote vergibt 10 % der Medizin-Studienplätze ganz ohne Abiturnote. Welches Kriterium je Uni führt und wie du hier punktest.
Die Koordinierungsregeln entscheiden im DoSV, welches Zulassungsangebot du bekommst. Wie die Vergabe-Logik funktioniert und was das für deine Priorisierung heißt.

Die Koordinierungsregeln sind die Vergabe-Logik hinter dem Dialogorientierten Serviceverfahren (DoSV). Sie legen fest, wie aus deinen priorisierten Studienwünschen und den Ranglisten der Universitäten ein konkretes Zulassungsangebot wird, wann ein besseres Angebot ein vorheriges ablöst und ab wann eine Entscheidung endgültig ist. Wer die Regeln versteht, priorisiert seine Wünsche bewusster und vermeidet teure Fehlannahmen.
Das Wichtigste in Kürze
Die Koordinierungsregeln sind das Regelwerk, nach dem das DoSV-System deine Studienwünsche mit den Ranglisten der Universitäten zu einem Zulassungsangebot verrechnet. Sie sorgen dafür, dass keine Doppelvergabe entsteht und jeder Platz bei der Person landet, die ihn nach Rang und Priorität verdient.
Jede Universität führt für ihre Studienplätze eine eigene Rangliste nach ihren Auswahlkriterien. Du wiederum ordnest deine Studienwünsche nach persönlicher Priorität. Die Koordinierungsregeln verbinden beide Seiten: Sie prüfen laufend, wo du im zulassungsfähigen Bereich liegst, und leiten daraus ab, welcher Platz dir angeboten wird. Den genauen Ablauf dieser Phase mit Terminen und Nachrücken findest du in der Koordinierungsphase.
Du erhältst immer nur ein aktives Zulassungsangebot: das aktuell höchstpriorisierte, das du erreichst. Das System gleicht dafür laufend die Ranglisten der Universitäten mit deiner persönlichen Prioritätenreihenfolge ab.
Liegst du an mehreren Universitäten gleichzeitig im zulassungsfähigen Bereich, vergibt das DoSV nicht etwa mehrere Angebote nebeneinander. Es wählt aus allen erreichbaren Plätzen den aus, den du am höchsten priorisiert hast, und macht dir genau dieses eine Angebot. Die anderen erreichbaren Plätze bleiben im Hintergrund relevant, falls sich an deiner Lage etwas ändert.
Erreichst du während des Verfahrens einen höher priorisierten Platz, löst dieses Angebot dein bisheriges automatisch ab. Du musst dafür nichts tun, das System aktualisiert dein aktives Angebot von selbst.
Ein Beispiel: Du hast ein Angebot für deinen drittpriorisierten Wunsch. Rückt durch die Bewegungen in den Ranglisten dein zweiter Wunsch in den zulassungsfähigen Bereich, ersetzt dessen Angebot sofort das alte. Das niedriger priorisierte Angebot verfällt in diesem Moment. Wichtig: Solange du ein Angebot nur stehen lässt und nicht aktiv annimmst, bleibst du für alle höher priorisierten Wünsche im Rennen.
Nimmst du ein Zulassungsangebot aktiv an, sind alle niedriger priorisierten Bewerbungen unwiderruflich aus dem Verfahren. Diese Entscheidung lässt sich nicht zurücknehmen.
Höher priorisierte Wünsche bleiben dabei nur dann offen, wenn du genau dein höchstpriorisiertes erreichbares Angebot annimmst. Nimmst du dagegen ein niedriger gereihtes Angebot an, verzichtest du damit auf alle besseren Plätze, auch auf solche, die du später vielleicht noch erreicht hättest. Deshalb gilt: Nimm ein Angebot erst an, wenn es wirklich dein Wunschplatz ist. Wie du die Wünsche davor klug ordnest, erklärt die Hochschulstart-Priorisierung Schritt für Schritt.
Die Reihenfolge deiner Priorisierung ändert nicht die Zulassungschance an einer einzelnen Uni, sondern nur, welches Angebot bei mehreren erreichbaren Plätzen für dich gilt. Deine Rangliste entscheidet also nicht, ob du irgendwo zugelassen wirst, sondern wo.
Daraus folgen drei einfache Grundsätze. Setze deinen echten Wunschplatz auf Platz 1, auch wenn er schwer erreichbar scheint, denn ein zu niedriger Rang kostet dich nichts, aber ein zu hoher kann dir den Traumplatz sichern. Ordne danach streng nach Vorlieben, nicht nach vermuteter Erreichbarkeit. Und nimm ein niedrigeres Angebot nicht vorschnell an, solange ein höher priorisierter Platz noch erreichbar sein könnte. Eine reine Wartezeitquote spielt dabei keine Rolle mehr, denn Wartesemester wurden 2020 abgeschafft.
Wie deine konkrete Rangliste aussehen sollte, hängt von deinem Profil ab. Deine realistischen Chancen je Uni lassen sich mit dem NC-Rechner direkt einschätzen, bevor du deine Reihenfolge final festlegst.
Die Koordinierungsregeln sind die Vergabe-Logik des Dialogorientierten Serviceverfahrens. Sie legen fest, wie das System die Ranglisten der Universitäten mit deinen priorisierten Studienwünschen abgleicht und daraus dein Zulassungsangebot ermittelt.
Nein. Du hast immer nur ein aktives Zulassungsangebot: das höchstpriorisierte, das du gerade erreichst. Erreichst du später einen höher priorisierten Platz, löst dieses bessere Angebot das alte automatisch ab.
Mit der Annahme sind alle niedriger priorisierten Bewerbungen unwiderruflich aus dem Verfahren. Nimmst du ein niedriger gereihtes Angebot an, verzichtest du damit auch auf alle höher priorisierten Plätze.
Nein. Die Reihenfolge beeinflusst nur, welches Angebot bei mehreren erreichbaren Plätzen für dich gilt, nicht ob du an einer einzelnen Uni zugelassen wirst. Deine Rangliste entscheidet das Wo, nicht das Ob.
Ja. Ein zu niedrig gereihter Wunsch kostet dich nichts, kann dir aber den besten erreichbaren Platz sichern. Ordne deine Wünsche nach Vorlieben, nicht nach vermuteter Erreichbarkeit.