Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ)
Die zusätzliche Eignungsquote vergibt 10 % der Medizin-Studienplätze ganz ohne Abiturnote. Welches Kriterium je Uni führt und wie du hier punktest.
Koordinierungsphase im DoSV: So läuft die Vergabe Tag für Tag, was beim Annehmen eines Angebots passiert und wie das Nachrücken funktioniert.

Nach dem Bewerbungsschluss beginnt der Teil des Verfahrens, der über deinen Studienplatz entscheidet: die Koordinierungsphase. In dieser Phase gleicht das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV) deine Studienwünsche mit den Ranglisten der Universitäten ab und macht laufend Zulassungsangebote. Dieser Artikel erklärt, wie die Vergabe Tag für Tag abläuft, was beim Annehmen eines Angebots passiert und wie du über das Nachrückverfahren noch zum Zug kommst.
Das Wichtigste in Kürze
Die Koordinierungsphase ist die Phase im DoSV nach dem Bewerbungsschluss, in der die Zulassungsangebote für das Medizinstudium vergeben werden. Sie läuft über mehrere Wochen und gleicht deine priorisierten Studienwünsche fortlaufend mit den Ranglisten der Universitäten ab.
Verwaltet wird das Verfahren von hochschulstart, der Stiftung für Hochschulzulassung. In dieser Zeit entscheidet sich, an welcher Uni du einen Platz bekommst, oder ob du noch warten musst. Die genauen Termine wechseln von Zyklus zu Zyklus, deshalb orientierst du dich am Anfang und Ende der Koordinierungsphase, nicht an festen Kalenderdaten. Wie das ganze Bewerbungsverfahren davor aufgebaut ist, zeigt der Überblick Bewerbung Medizinstudium.
Die Koordinierungsphase folgt einem festen Muster: Die Unis erstellen Ranglisten, hochschulstart macht laufend Zulassungsangebote nach deiner Priorität, und du nimmst an oder wartest auf ein höher gereihtes Angebot.
Der Ablauf in vier Schritten:
Welche Regel im Detail greift, wenn du mehrere Angebote gleichzeitig hast oder noch auf ein höher gereihtes wartest, erklären die Koordinierungsregeln im Verfahren.
Nimmst du ein Zulassungsangebot an, ist die Entscheidung endgültig: Alle niedriger priorisierten Bewerbungen fallen sofort und unwiderruflich aus dem Verfahren. Ein höher gereihtes Angebot kann dein bestehendes dagegen jederzeit ersetzen, solange du noch wartest.
Deshalb zählt die Reihenfolge deiner Wünsche so stark. Setzt du deine echte Wunsch-Uni auf Platz 1, kannst du ein dort eintreffendes Angebot bedenkenlos annehmen, weil es ohnehin dein Bestes ist. Nimmst du dagegen ein niedriger gereihtes Angebot an, weil du dir den Platz sichern willst, sind alle besser platzierten Wünsche verloren. Wie du deine Liste strategisch aufbaust, liest du in der Priorisierung und im Detail in der hochschulstart-Priorisierung.
Wichtig ist auch, dass du Fristen nicht verstreichen lässt. Prüfe dein Nutzerkonto regelmäßig und reagiere auf Angebote. Wer ein Angebot weder annimmt noch ablehnt, riskiert, aus dem Verfahren zu fallen.
Im Nachrückverfahren gehen frei gewordene Studienplätze automatisch an die nächstplatzierten Bewerber:innen auf der Rangliste. Du musst dafür nichts extra beantragen, sondern nur im Verfahren bleiben.
Plätze werden frei, wenn jemand sein Angebot nicht annimmt oder ein höher priorisiertes Angebot wählt. hochschulstart rückt diese Plätze an die Personen weiter, die direkt darunter auf der Rangliste stehen. So bewegen sich die Listen während der gesamten Koordinierungsphase, und ein zunächst niedriger Rang bedeutet nicht automatisch eine Absage.
Eine Bedingung gibt es: Du bleibst nur im Nachrückverfahren, wenn du noch kein Angebot angenommen hast. Sobald du ein Angebot annimmst, bist du zugelassen und scheidest aus dem Nachrücken für alle anderen Wünsche aus. Wer also auf einen höher gereihten Platz hofft, wartet bewusst und nimmt nicht vorschnell an.
Reicht dein Profil in Deutschland nicht aus, ist ein Medizinstudium im EU-Ausland ein gleichwertiger, planbarer Weg. Eine kostenlose Einschätzung dazu gibt es bei dein-medizinstudium.
Wer bis zum Ende der Koordinierungsphase kein Zulassungsangebot erhalten hat, kann am Losverfahren teilnehmen. Dort werden Restplätze unabhängig von der Note unter den verbliebenen Bewerber:innen verteilt.
Eine Absage in der Hauptvergabe ist also nicht das Ende. Wie das Losverfahren funktioniert und worauf du dabei achtest, erklärt der Artikel Losverfahren Medizin. Wer eine förmliche Ablehnung erhält, findet die wichtigsten Schritte danach im Artikel Ablehnungsbescheid. Eine reine Wartezeitquote gibt es nicht mehr, denn Wartesemester wurden 2020 abgeschafft und spielen bei der Vergabe heute keine Rolle.
Die Koordinierungsphase belohnt eine klare Priorisierung und schnelle Reaktionen. Wer seine Liste vorab durchdacht hat und sein Konto im Blick behält, trifft die richtigen Entscheidungen, ohne sich von einzelnen Angeboten unter Druck setzen zu lassen.
Lege vor dem Bewerbungsschluss fest, welche Uni für dich an erster Stelle steht, und ordne die übrigen Wünsche ehrlich danach. Während der Phase prüfst du regelmäßig dein Nutzerkonto und reagierst innerhalb der Fristen. So nutzt du das Verfahren so, wie es gedacht ist: Es bringt dich auf den bestmöglichen Platz, den deine Bewerbung erlaubt.
Die Koordinierungsphase ist die Vergabephase im Dialogorientierten Serviceverfahren (DoSV) nach dem Bewerbungsschluss. In ihr gleicht hochschulstart deine priorisierten Studienwünsche mit den Ranglisten der Universitäten ab und macht über mehrere Wochen laufend Zulassungsangebote.
Du wirst an dieser Uni zugelassen, und alle niedriger priorisierten Bewerbungen fallen sofort und unwiderruflich aus dem Verfahren. Ein höher gereihtes Angebot kann ein bestehendes dagegen ersetzen, solange du noch wartest.
Frei gewordene Plätze gehen automatisch an die nächstplatzierten Bewerber:innen auf der Rangliste. Du musst nichts extra beantragen, aber im Verfahren bleiben, also noch kein Angebot angenommen haben.
Die Angebote laufen über die gesamte Koordinierungsphase, die mehrere Wochen dauert. Die genauen Termine für Priorisierung und Phasenende wechseln je Zyklus und stehen in der Terminübersicht von hochschulstart.
Wer bis zum Ende der Koordinierungsphase kein Zulassungsangebot hat, kann am Losverfahren teilnehmen, bei dem Restplätze unabhängig von der Note verteilt werden. Wartesemester gibt es seit 2020 nicht mehr.