Immatrikulation: dein Weg von der Zulassung zur Einschreibung
Immatrikulation nach der Zulassung: welche Unterlagen du brauchst, wie kurz die Frist ist und wie die Einschreibung abläuft. So sicherst du deinen Platz.
Kein Zulassungsangebot im ersten Durchgang? Über das Nachrückverfahren Medizin werden frei gebliebene Studienplätze vergeben. So bleibst du im Rennen.

Wer im ersten Durchgang kein Zulassungsangebot bekommt, ist beim Medizinstudium noch nicht raus. Über das Nachrückverfahren Medizin werden Studienplätze vergeben, die andere Bewerber:innen nicht angenommen haben. Das passiert automatisch und oft kurzfristig. Dieser Artikel erklärt, wie das Nachrücken über hochschulstart abläuft, wann es stattfindet, wie deine Chancen stehen und was du tun musst, um im Rennen zu bleiben.
Das Wichtigste in Kürze
Das Nachrückverfahren vergibt Studienplätze, die nach den ersten Zulassungsangeboten frei bleiben. Wenn zugelassene Bewerber:innen ihren Platz nicht annehmen oder ein höher gereihtes Angebot wählen, rücken die nächsten auf der Rangliste nach.
Dieser Mechanismus gehört fest zum zentralen Vergabeverfahren über hochschulstart. Kaum eine Universität füllt alle Plätze schon mit der ersten Angebotsrunde, weil viele Bewerber:innen mehrere Angebote erhalten und sich für eines entscheiden. Jeder abgelehnte oder nicht angenommene Platz wandert eine Position weiter nach unten. So bekommen auch Bewerber:innen eine Chance, deren Rang anfangs nicht ganz gereicht hat. Wie die Rangliste entsteht, erklärt der Artikel zum Grenzrang.
Das Nachrücken läuft automatisch über das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV). Du musst dich nicht erneut bewerben. Das System rückt frei gewordene Plätze selbstständig an die nächstplatzierten Bewerber:innen weiter, solange diese noch kein Angebot angenommen haben.
Konkret heißt das: Solange du auf ein höher priorisiertes Angebot wartest und noch keins angenommen hast, bleibst du für alle darunter liegenden Wünsche aktiv. Wird an einer deiner Wunsch-Universitäten ein Platz frei und du bist die nächste Person auf der Liste, erhältst du das Angebot. Nimmst du es an, fallen alle niedriger gereihten Bewerbungen unwiderruflich weg. Welche Regeln dabei genau greifen, steht in den Koordinierungsregeln.
Das Nachrücken beginnt gegen Ende der Koordinierungsphase und setzt sich teils bis in die ersten Vorlesungswochen fort. Feste Termine gibt es nicht, weil jeder frei gewordene Platz sofort weitergegeben wird.
Der Ablauf ist dynamisch: Sobald eine Zulassung verfällt, vergibt das System den Platz neu. Gegen Ende der Koordinierungsphase nimmt die Bewegung deutlich zu, weil viele Bewerber:innen ihre Entscheidung treffen. Manche Universitäten rücken sogar nach Vorlesungsbeginn noch nach, wenn zugelassene Studierende nicht erscheinen. Den genauen Ablauf der Vergabe beschreibt die Koordinierungsphase. Verlass dich nicht auf einen festen Stichtag, sondern halte dein Portal über den gesamten Zeitraum im Blick.
Um nachzurücken, musst du im Verfahren bleiben und erreichbar sein. Nimm kein Angebot an, das schlechter ist als dein eigentlicher Wunsch, sonst scheidest du für alle höher gereihten Plätze aus.
So bleibst du startklar:
Wie die Anmeldung abläuft und welche Regeln danach gelten, steht im Koordinierten Nachrücken.
Deine Nachrück-Chance hängt davon ab, wie nah dein Rang an der Auswahlgrenze der jeweiligen Universität liegt. Je knapper du den Platz im ersten Durchgang verfehlt hast, desto wahrscheinlicher rückst du nach.
Pauschale Zahlen gibt es nicht, weil die Bewegung jedes Jahr anders ausfällt. In Quoten und an Universitäten mit vielen Mehrfachzulassungen rücken oft mehr Plätze nach als anderswo. Wie stark eine Grenze sich von Jahr zu Jahr verschiebt, liest du bei den Auswahlgrenzen. Eine realistische Einschätzung deiner Position je Universität liefert dir der NC-Rechner, bevor du deine Wünsche festlegst.
Nein. Wie viele Universitäten du angibst, ändert deine Zulassungschance an keiner einzelnen davon. Du kannst mehrere Wünsche listen, ein schwächeres Angebot ablehnen und für deinen obersten Wunsch im Verfahren bleiben.
Der Gedanke dahinter ist verständlich: Nachrücken funktioniert nur, solange du kein Angebot angenommen hast. Wer irgendwo zusagt, scheidet für die höher gereihten Wünsche aus. Manche ziehen daraus den Schluss, sie müssten sich auf eine einzige Uni beschränken. Das stimmt nicht. Anzahl und Reihenfolge deiner Wünsche sind für die einzelne Uni ohne Bedeutung, entscheidend ist allein, welches Angebot du am Ende annimmst. Wie das genau funktioniert, steht in der Priorisierung Medizinstudium.
Sich bewusst auf eine Uni zu beschränken, ergibt nur Sinn, wenn du einen Platz an einer anderen Uni sicher nicht annehmen würdest. Dann verzichtest du auf diesen Platz, um deine Chance auf den Wunschort im Nachrücken oder im nächsten Zyklus offenzuhalten. Wer mehrere passende Orte hat, fährt mit einer vollständigen Liste besser.
Nachrückverfahren und Losverfahren sind zwei verschiedene Wege zu einem frei gewordenen Platz. Das Nachrücken läuft automatisch über deine bestehende Bewerbung und deinen Rang, das Losverfahren ist eine separate Bewerbung um Restplätze nach dem Hauptverfahren.
Beim Nachrücken zählt weiterhin deine Platzierung auf der Rangliste. Beim Losverfahren entscheidet dagegen der Zufall, und du musst dich bei den einzelnen Universitäten gesondert melden. Das Losverfahren kommt erst dann ins Spiel, wenn auch nach dem Nachrücken noch Plätze frei sind. Die Chancen dort sind gering, aber es kostet nichts, es zu versuchen.
Bleibt auch nach dem Nachrücken ein Angebot aus, hast du weiter mehrere Optionen. Ein Ablehnungsbescheid ist kein Endpunkt, sondern der Startpunkt für die nächste Entscheidung.
Realistisch sind vor allem drei Wege. Erstens kannst du dein Profil bis zum nächsten Zyklus stärken, etwa mit einem guten Ergebnis im Test für Medizinische Studiengänge (TMS); wie man sich darauf vorbereitet, zeigt tmsbuddies. Zweitens ist ein Medizinstudium im EU-Ausland ein gleichwertiger, planbarer Weg, der ohne Wartezeit auskommt. Eine kostenlose Einschätzung dazu gibt es bei dein-medizinstudium. Drittens kannst du dich im nächsten Bewerbungszyklus erneut über hochschulstart bewerben. Welcher Weg zu dir passt, hängt von deinem Profil und deinen Plänen ab.
So sicherst du dir die besten Chancen, im Nachrückverfahren einen Medizin-Studienplatz zu bekommen.
Nimm kein Angebot an, das schlechter ist als deine echte Wunsch-Universität.
Lass die richtige Reihenfolge mit dem Wunschort oben stehen.
Sieh in den letzten Tagen der Koordinierungsphase täglich ins Portal und in deine E-Mails.
Nimm ein passendes Angebot sofort an, die Fristen sind oft sehr kurz.
Melde dich nach dem Ende der Koordinierungsphase in der dreitägigen Anmeldephase aktiv an, wenn du noch keine Zulassung hast.
Halte alle Unterlagen bereit, um nach der Zusage zügig einzuschreiben.
Das Nachrückverfahren vergibt Studienplätze, die nach den ersten Zulassungsangeboten frei bleiben, an die nächsten Bewerber:innen auf der Rangliste. Es läuft automatisch über das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV).
Nein. Das Nachrücken läuft automatisch über deine bestehende Bewerbung. Du musst nur im Verfahren bleiben und darfst kein Angebot angenommen haben, das schlechter ist als dein Wunsch.
Es beginnt gegen Ende der Koordinierungsphase und kann bis in die ersten Vorlesungswochen reichen. Feste Termine gibt es nicht, weil jeder frei gewordene Platz sofort weitergegeben wird.
Das hängt davon ab, wie nah dein Rang an der Auswahlgrenze der Universität liegt. Wer den Platz nur knapp verfehlt hat, rückt eher nach. Pauschale Quoten gibt es nicht, weil die Bewegung jedes Jahr anders ausfällt.
Beim Nachrücken zählt weiter deine Platzierung auf der Rangliste, und es läuft automatisch. Das Losverfahren ist eine separate Bewerbung um Restplätze, bei der der Zufall entscheidet, und es startet erst, wenn danach noch Plätze frei sind.
Nein. Die Anzahl deiner Studienwünsche ändert deine Chance an keiner einzelnen Uni. Entscheidend ist, welches Angebot du annimmst. Nimm kein schwächeres Angebot an, dann bleibst du für deinen Wunschort im Nachrücken aktiv.