Physikum
Das Physikum ist das erste Staatsexamen im Medizinstudium in Deutschland, das nach dem vierten Semester den vorklinischen Abschnitt abschließt und als Voraussetzung für den Eintritt in den klinischen Studienabschnitt dient.
Die zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) vergibt 10 % der Medizinstudienplätze unabhängig von der Abiturnote und berücksichtigt stattdessen praktische Erfahrungen und Eignungstests.

Die Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) ist eine wichtige Alternative für Bewerber*innen, die nicht direkt über die Abiturbestenquote oder das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) zugelassen werden. Sie bietet eine Möglichkeit, einen Medizinstudienplatz zu erhalten, auch wenn der eigene NC nicht perfekt ist. In diesem Artikel geben wir dir einen umfassenden Überblick über das Verfahren, die Kriterien, die Vergabe der Studienplätze und die besten Chancen, einen Studienplatz über die ZEQ zu sichern.
Die Eignungsquote ZEQ ist eine der Hauptquoten in der Studienplatzvergabe für Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie in Deutschland. Sie wurde im Jahr 2020 eingeführt und ersetzt die frühere Wartezeitquote. Bewerber*innen, die nicht direkt über die Abiturbestenquote oder das AdH zugelassen werden, haben hier eine Möglichkeit, einen Studienplatz zu erhalten, basierend auf nicht-notenabhängigen Kriterien. Die ZEQ macht 10% der Studienplätze aus und unterscheidet sich stark von den anderen Zulassungswegen.

Die Vergabe der Studienplätze in der ZEQ basiert auf einem Punktesystem, das außeruniversitäre Leistungen und Qualifikationen bewertet. Im Gegensatz zur Abiturbestenquote, bei der ausschließlich die Abiturnote zählt, werden in der ZEQ verschiedene Kriterien herangezogen, um die Eignung der Bewerber*innen zu bewerten.
Das Vergabeverfahren sieht wie folgt aus:
Die Hochschulen legen die gewichteten Kriterien für die ZEQ selbst fest. Einige der wichtigsten Kriterien sind:
Jede Universität legt individuell fest, wie diese Kriterien bewertet und gewichtet werden. Manche Hochschulen setzen zum Beispiel mehr Gewicht auf den TMS, während andere eine Berufsausbildung besonders hoch bewerten.

Die ZEQ kommt bei der Vergabe von Studienplätzen in folgenden Studiengängen zum Einsatz:
Diese Studiengänge sind in Deutschland durch einen Numerus Clausus (NC) beschränkt, weshalb alternative Zulassungswege wie die ZEQ besonders wichtig sind.
Die Studienplatzvergabe erfolgt nach einem festen Quotenmodell:
Je nach Hochschule und Sommersemester oder Wintersemester kann sich die genaue Verteilung leicht unterscheiden.

Die Eignungsquote ZEQ ist eine Möglichkeit für Bewerber*innen mit medizinischer Berufsausbildung, praktischer Erfahrung oder guten Testleistungen, auch ohne perfekten NC einen Medizinstudienplatz zu erhalten. Wer bereits praktische Erfahrungen in einem medizinischen Bereich gesammelt hat oder sich durch den TMS oder HAM-Nat von anderen Bewerber*innen abhebt, kann seine Chancen auf einen Studienplatz deutlich erhöhen.
Die Bewerbung für die ZEQ erfolgt über das Portal Hochschulstart. Bewerber*innen müssen dabei alle erforderlichen Nachweise (z. B. Berufsausbildung, Testzertifikate) rechtzeitig einreichen.
Die Bewerbungsfristen sind:
Wichtig ist, dass du vorab prüfst, welche Kriterien die jeweilige Universität in der ZEQ anwendet. Die Anforderungen können sich von Hochschule zu Hochschule unterscheiden.
Die Zusätzliche Eignungsquote ZEQ ist eine Möglichkeit, um trotz eines nicht perfekten Abiturs einen Medizinstudienplatz zu erhalten. Wer bereits praktische Erfahrungen in einem medizinischen Bereich gesammelt hat oder in Eignungstests wie dem TMS gut abschneidet, hat hier klare Vorteile.
Wichtig ist es, sich rechtzeitig über die spezifischen Kriterien der Hochschulen zu informieren und die Bewerbung mit allen erforderlichen Nachweisen fristgerecht über Hochschulstart einzureichen. Durch eine strategische Planung und eine gezielte Vorbereitung auf die relevanten Tests oder praktischen Erfahrungen kann die ZEQ eine Chance sein, wirklich Medizin in Deutschland studieren zu können.